Wien im Fasching – Narrenfreiheit für alle!

Verkleidungen, bunte Umzüge und Krapfen essen – der Fasching ist in Österreich mit vielen Traditionen verbunden.

Am Faschingsdienstag ist der Höhepunkt der Narrenfreiheit erreicht.

Fasching bei ActiLingua

Wann ist Fasching?

Wer die verrückte Seite der österreichischen Kultur besonders gut kennenlernen möchte, hat im Fasching die beste Möglichkeit dazu. Fasching oder Karneval ist der Zeitraum vor der Fastenzeit, die immer mit dem Aschermittwoch beginnt und im Christentum auf das Osterfest vorbereitet. Der Fasching hat ursprünglich mit dem Dreikönigstag am 6. Januar begonnen, in vielen Regionen ist der Faschingsbeginn aber seit ungefähr 100 Jahren am 11.11. um 11 Uhr 11. Die Faschingszeit hat ihren Höhepunkt am Faschingsdienstag, der heuer am 28.02.2017 ist. Um Punkt Mitternacht in der Nacht vom Faschingsdienstag auf den Aschermittwoch endet die “fünfte Jahreszeit”.

Fasching, Karneval oder Fastnacht?

Für die Wochen zwischen 11.11. und Fastenzeit gibt es je nach Sprachregion verschiedene Namen. Die am weitesten verbreiteten sind Karneval, Fasching und Fastnacht. Karneval feiert man vor allem im rheinischen Raum, den Begriff Fastnacht, Fasnacht, Fasnet oder Fasenacht verwendet man vor allem im Südwesten des deutschen Sprachraums. In der Osthälfte Deutschlands sowie in Österreich und Bayern spricht man vom Fasching.

Der Atlas zur deutschen Alltagssprache hat in einer Umfrage erhoben, wie die Zeit vor dem Aschermittwoch in den verschiedenen Bereichen des deutschsprachigen Raums bezeichnet wird:

Fasching, Karneval oder Fastnacht?

Elspaß, Stephan / Robert Möller: Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA). www.atlas-alltagssprache.de (2003ff.) (c) https://www.atlas-alltagssprache.de/runde-2/f03/

Woher stammt der Faschingsbrauch überhaupt?

Ursprünglich galt der Faschingsdienstag einmal als Beichtdienstag oder auch als Tag des vierzigstündigen Gebets. Man nutzte ihn als geistliche Vorbereitung auf den Aschermittwoch und die bevorstehende Fastenzeit. Daraus entwickelten sich viele Traditionen und Bräuche, die auch heute noch ihre Bedeutung haben. Statt vierzigstündigen Gebeten werden jedoch heute große Umzüge veranstaltet und heitere Feste gefeiert. Die Faschingszeit wird deshalb auch vielerorts als „fünfte Jahreszeit“ bezeichnet. Die Tradition des Verkleidens ist eigentlich schon uralt. Früher trug man besonders festliche Kleidung, um die Götter zu ehren und ihnen für ihre Gaben zu danken. Heute dauert die Narrenzeit von Dreikönig bis Aschermittwoch und erlebt am Faschingsdienstag ihren Höhepunkt. Bevor die Fastenzeit beginnt, wird also noch einmal ausgelassen gefeiert! Geschminkt und verkleidet besuchen viele Österreicher die zahlreichen Faschingsumzüge und schlagen sich mit Faschingskrapfen noch einmal die Bäuche voll.

Der Wiener Faschingskrapfen

Die Wiener Faschingszeit kann mit so einigen Köstlichkeiten aufwarten, aber besonders beliebt ist der alljährige Faschingskrapfen. Laut Erzählungen war der Faschingskrapfen eine zufällige Erfindung der Wiener Hofratsköchin Cäcilie Krapf, der beim Kochen der Semmelteig aus Versehen in das heiße Schmalz fiel. Mindestens 100 Millionen Krapfen verdrücken wir Österreicher jährlich, doch eine einheitliche Methode, wie man den Krapfen am besten verspeist, gibt es bislang nicht. Auf jeden Fall lohnt es sich beim Reinbeißen nicht allzu tief einzuatmen, da man sonst Gefahr läuft den Staubzucker zu inhalieren. Ein Rezept für diese süße Köstlichkeit findet ihr hier.

So wird Fasching in Österreich gefeiert

Die Bräuche und Traditionen unterscheiden sich natürlich auch auf regionaler Ebene und von Bundesland zu Bundesland. Während in Tirol am Faschingssonntag das traditionelle „Scheibenschlagen“ stattfindet, wobei von einer Anhöhe glühende Holzscheiter geworfen werden, findet in der Steiermark das alljährliche Faschingsrennen statt. Dort wandern die Faschingsrenner am Rosenmontag von Haus zu Haus bis zum höchst gelegenen Bauernhof, um den Winter zu vertreiben. Sehr bekannt ist auch der “Ausseer Fasching”, wo ebenfalls der Kampf des Frühlings gegen die kalte Jahreszeit dargestellt wird. Dabei laufen sogenannte Trommelweiber durch die Stadt und trommeln die Melodie des Ausseer Faschingsmarsches. In Wien halten sich die traditionellen Faschingsbräuche etwas zurück, denn hier läuft die Ballsaison gerade auf Hochtouren. Faschingsfeste und Umzüge gibt es wenn nur in der Innenstadt oder entlang des Gürtels in Währing oder Döbling. Das Nachtleben am Faschingsdienstag ist jedoch immer heiß begehrt und hier kann jeder sein schrägstes Kostüm präsentieren.

ActiLingua Studenten verkleidet

Auch in der ActiLingua Academy heißt es heute Narrenfreiheit und unsere Studenten zeigen sich in ausgefallenen und witzigen Verkleidungen.

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2017-07-24T15:07:58+00:00 Januar 30th, 2017|Tags: , , , , , |